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Zitate von anderen
„Gott ist Liebe“ – das „ist das Genaueste, Umfassendste und Tiefste“, was wir von Gott „überhaupt sagen können“.
(nach Wilfried Härle, Dogmatik, 243)
„Und darum ist „Liebe zu Gott“ nichts anderes als „Hingabe an die Liebe“, und zwar nicht an diese oder jene
geschöpfliche Verwirklichungsform der Liebe, sondern an die Liebe als die alles bestimmende Wirklichkeit.“
(Wilfried Härle, Dogmatik, 522)
„Gott läßt sich aus der Welt herausdrängen ans Kreuz, Gott ist ohnmächtig und schwach in der Welt und gerade
und nur so ist er bei uns und hilft uns. Es ist Matth. 8,17 ganz deutlich, daß Christus nicht hilft kraft seiner Allmacht,
sondern kraft seiner Schwachheit, seines Leidens! Hier liegt der entscheidende Unterschied zu allen Religionen.
Die Religiosität des Menschen weist ihn in seiner Not an die Macht Gottes in der Welt, Gott ist der deus ex machina.
Die Bibel weist den Menschen an die Ohnmacht und das Leiden Gottes; nur der leidende Gott kann helfen.“
(Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung, 1944)
„Wer Jesus für mich ist? - Einer der für mich ist.
Was ich von Jesus halte? - Dass er mich hält.“
(Lothar Zenetti)
„Mir ist es bisher wegen angeborener Bosheit und Schwachheit unmöglich gewesen den Forderungen Gottes zu genügen.
Wenn ich nicht glauben darf, dass Gott mir um Christi willen das täglich beweinte Zurückbleiben vergebe, so wäre es aus
mit mir. Ich muss verzweifeln, aber das lass ich bleiben. Wie Judas an den Baum mich hängen, das tue ich nicht. Ich hänge
mich an den Hals oder Fuß Christi, wie die Sünderin. Ob ich auch noch schlechter bin als diese, ich halte meinen Herrn fest.
Dann spricht er zum Vater: Dieses Anhängsel muss auch durch. Es hat zwar nichts gehalten und alle deine Gebote übertreten.
Vater, aber er hängt sich an mich. Was will´s! Ich starb auch für ihn. Lass ihn durchschlupfen! Das soll mein Glaube sein.“
(Martin Luther)
„Die aktive Passivität des Sich-bestimmen-Lassens (im Unterschied zu der reinen Passivität des Getrieben-Werdens
und der reinen Aktivität des Sich-selbst-Bestimmens) ist die Weise, in der ein Mensch am Entstehen, Bestehen, Wachsen
des Glaubens beteiligt ist. Er tut dabei – genaugenommen – nichts, sondern lässt etwas an sich und mit sich geschehen.
Aber daß er nichts tut, sondern dies geschehen lässt, ist seine persönliche, verantwortliche Beteiligung an dem Geschehen
des Glaubens.“
(Wilfried Härle, Dogmatik, 516)
„Er möchte dass ich atmen kann, / den Grund zum Leben wirklich finde. / Denn irgendwann, ja irgendwann, / hebt sich die
letzte Augenbinde: / so viele Wege gehn und führen / in unbelebtes Niemandsland. / Bis wir es sehen, hören, spüren, / stehn
wir meist rückwärts an der Wand.
Er möchte, dass ich ehrlich werde, / mich selbst erkenne und ich dann, / mit beiden Beinen fest auf dieser Erde / die neuen
Wege gehen kann. / So viele Stimmen sind in meinem Ohr, / so viele wollen was von mir / und ich habe Angst davor, / dass
ich mich selbst dabei verlier.
Er will, dass meine Wunden heilen, / kennt alle Schatten der Vergangenheit. / Will schweigend neben mir verweilen, / er gibt
mir Raum, und er hat wirklich Zeit. / Er kennt genau mein grau in grau, / und weiß um meine schwachen Seiten, / und trotzdem
schenkt er mir Vertrau'n, / begleitet mich durch diese Zeiten.
Und fällt es mir / auch manchmal schwer, / ihn so in meinem Blick zu halten / kaum etwas wünsche ich mir mehr: / ich stolpre Jesus hinterher.“
(Clemens Bittlinger, ER)
„[...] wie ernst nimmt eigentlich ein Mensch die ihm zugesagte Liebe Gottes und die ihm möglicherweise zuteil werdende Liebe
seiner Mitmenschen, wenn er sich trotzdem für nicht liebenswert erklärt? Ist dies nicht eine subtile Art der Gottesverachtung,
die sich noch dazu leicht als Ausdruck tiefer Demut darstellen kann?“
(Wilfried Härle, Dogmatik, 524)
„Nie ist ein Mensch mehr bei sich selbst, als wenn er selbstvergessen für einen anderen da ist.“
(Wilfried Härle, Dogmatik, 517)
„ Ökumene ist kein Weg zurück, sondern ein Weg nach vorne. Es geht nicht um eine Rückkehr sondern um eine verstärkte
Hinkehr zu Jesus Christus. In dem Maße als wir durch Umkehr und persönliche Heiligung eins werden mit ihm, werden wir
in ihm auch untereinander eins. Er ist unsere Einheit. [...]Jemand hat einmal gesagt: Über der Bibel haben wir uns getrennt,
über der Bibel müssen wir uns wieder finden.“
(Walter Kardinal Kasper)
„ Die Heilige Schrift studieren und dann das Leben sprechen lassen, das bewahrt vor Einseitigkeiten.“
(Walther Hermes, BFeG-Bundespfleger 1925-1933)
„Überzeugt von der Notwendigkeit des persönlichen Glaubens, um Christo anzugehören, fühlen wir uns in unserem Gewissen
gebunden, diesen großen evangelischen Grundsatz nicht nur mit dem Munde zu bekennen, sondern auch mit der Tat zu
bewahrheiten. Und was uns in dieser Beziehung für die Person gilt als Christ, das gilt uns auch für die Gemeinschaft als eine
christliche, die aus Personen besteht und nicht aus Institutionen, welche bloß objektiv gehalten, subjektiv nichts bedeuten.
Es ist ein Unrecht an der Wahrheit, jemanden auf ein Glaubensbekenntnis zu verpflichten, dessen Inhalt er doch nicht glaubt.
[...] Indem wir so die Trennung der Gläubigen von den Ungläubigen, nach II Kor 6,14-18, verlangen, könnte es den Schein haben,
als wären wir in dem Wahn befangen, eine absolut reine Gemeinde von Auserwählten und Wiedergeborenen herstellen zu wollen.
Wir protestieren gegen einen solchen Irrtum. Wir wissen zu gut aus der Geschichte der ersten christlichen Gemeinden, daß sich
Heuchler und falsche Brüder neben einschleichen können [vgl. Gal 2,4], als daß wir etwas verlangen, wozu uns das Wort Gottes
kein Recht verleiht. Sie werden aber, ehrwürdige Herren, mit uns den großen Unterschied erkennen, der darin besteht, Heuchler
in der Gemeinde zu dulden, die als solche nur Gott bekannt sind, der das Herz prüfet und die Seinen kennt, oder mit der offenbaren
Welt Gemeinschaft zu pflegen und an einem Joche zu ziehen, die als solche doch den breiten Weg des Verderbens geht.
Matth. 7,13. Wir bitten Sie daher, ehrwürdige Herren, unseren Austritt aus der Volkskirche als einen Act des Gewissens
anzusehen und nicht als den Ausdruck einer bloßen Opposition. Wir erklären es vor dem Herrn, daß wir die Brüder in Ihrer
Gemeinde wie in jeder anderen Kirche von Herzen lieb haben und daß wir das Band, welches uns mit Ihnen in Christo, unserem
erhöhten Haupt, auf ewig umschlingt, nicht gering achten. Wir wünschen vielmehr durch die Tat zu beweisen, daß wir mit ihnen
als Glieder eines Leibes aufs Engste verbunden sind, damit die Welt an der brüderlichen Liebe erkenne, daß wir Christi wahre Jünger sind.“
(Hermann Heinrich Grafe, Begründer der ersten FeG in Deutschland, im Austrittsschreiben aus der ev. Kirche 1854)
„Es sei ebenso bürgerlich ehrenvoll, Antichrist, Humanist, oder wie man sich sonst nennen will, zu sein, als Christ, damit niemand
verleitet werde, einen falschen Namen zu tragen. Gelobt sei Gott, daß die bürgerliche Emanzipation und völlige Gleichstellung aller
Religionen herbeigekommen ist!“
(Julius Köbner, Baptistenprediger, 1848)
„Ob wir weiterhin ein christlich geprägtes Land sind, das hängt allein und zuerst davon ab, wie viele überzeugte und glaubwürdige
Christen es bei uns gibt.“
(Johannes Rau, 2004)
„Ordnung ist die Lust der Vernunft, aber Unordnung ist die Wonne der Phantasie.“
(Paul Claudel, französischer Diplomat)
„[...] ich wollte wohl überlegt leben, intensiv leben wollte ich, das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten was
nicht Leben war, damit ich nicht in der Todesstunde inne würde, dass ich gar nicht gelebt habe“.
(Henry David Thoreau)
„ Die gesellige Gottheit:
Am Anfang also: Beziehung
Am Anfang: Rhythmus
Am Anfang: Geselligkeit
Und weil Geselligkeit: Wort.
Und im Werk, das sie schuf,
suchte die gesellige Gottheit sich
neue Geselligkeiten.
Weder Berührungsängste
noch hierarchische Attitüden.
Eine Gottheit, die vibriert
vor Lust, vor Leben.
Die überspringen will
auf alles,
auf alle.“
(Kurt Marti)
„ Bevor ich sterbe
noch einmal sprechen
von der Wärme des Lebens
damit doch einige wissen:
es ist nicht warm
aber es könnte warm sein
Bevor ich sterbe
noch einmal sprechen
von Liebe
damit doch einige sagen:
Das gab es
das muß es geben
Noch einmal sprechen
vom Glück der Hoffnung auf Glück
damit doch einige fragen: Was war das
wann kommt es wieder?“
(Erich Fried)
„ Heut´ häng' ich ab, heut' cool ich down,
Heut' werd' ich nicht weiser, heute werd' ich braun.
Ich dreh' mich zur Sonne, blinzel in die Runde,
Ich rolle mich ein, ich bin wie junge Hunde
zum Schlafen in der Sonne gemacht.
Hättest Du das jemals von mir gedacht?
Ich will es heut' nicht politisch korrekt,
Ich will heut' einfach nur, dass es mir schmeckt.
Ich will nicht schlauer werden und auch nicht schicker,
eventuell ein kleines bißchen dicker.
Ich frag' mich nicht, ob man mich liebt,
Ich frag' mich nur, ob es hier Nachschlag gibt.
Aber morgen bringe ich die Dinge wieder ins Lot,
morgen ruder ich euch wieder das Rettungsboot.
Bloß heut' freu' ich mich einfach nur zu überleben,
Und erlaube mir, mir die volle Breitseite zu geben.
Bitte, mich heut' nicht zu belehr'n,
bitte, mich heut' keinesfalls zu beehr'n.
Kein Vortrag, keine Ansprache, ich bin Banause,
völlig anspruchslos, ich mach' heut' eine Anspruchspause.
Ich will nicht reden und nicht zuhör'n.
Bitte, mich nicht in diesem Glückszustand stör'n.
Aber morgen bringe ich die Dinge wieder ins Lot,
morgen ruder ich euch wieder das Rettungsboot.
Bloß heut' freu' ich mich einfach nur zu überleben,
und erlaube mir, mir die volle Breitseite zu geben.
Ich mache nichts, ich atme bloß,
die Beine hoch, ich lasse los.
Ich muß nichts nehmen, ich muß nichts rauchen,
ich will nichts wollen und ich brauch´ nichts zu brauchen,
Na gut, ein Glas Barolo, wenn es denn stimmt,
dass es das Zeug ist, das auch Gott in Frankreich nimmt!
Aber morgen bringe ich die Dinge wieder ins Lot,
morgen ruder ich euch wieder das Rettungsboot.
Bloß heut' freu' ich mich einfach nur zu überleben,
Und erlaube mir, mir die volle Breitseite zu geben.
Morgen bringe ich die Dinge wieder ins Lot,
morgen ruder ich euch wieder das Rettungsboot.
Morgen mach´ ich sofort die Welt wieder besser,
morgen schwimm´ ich wieder jedem Haifisch ins Messer.
Morgen öle ich euch wieder die Maschine,
morgen finde ich für euch wieder jede einzelne Mine.
Morgen geh´ ich für euch durch freundliches Feuer,
aber heute zünde ich erst noch meine ganze Heuer,
heute freu' ich mich einfach so zu überleben,
Und erlaube mir, mir die volle Breitseite zu geben.“
(Reinhard Mey, Aber morgen, CD "Rüm Hart“, 2002)
„ Liebe ist ein persönliches Erdbeben, Sturmflut, Weltuntergang und Urknall zugleich. Sie ist die Kraft, die
unser Lebensgefüge aus den Fugen bringt, der Sprengstoff, der uns unvermittelt aus dem Gestein unserer Gewohnheiten
herausbricht. Sie läßt uns die selbstlosesten Opfer bringen und die abscheulichsten Schandtaten begehen. Liebe gedeiht
nur in Freiheit, eingezäunt muß sie verkümmern. Liebe ist immer freiwillig. Sie läßt sich nicht erzwingen, nicht erbitten, sie
wird uns geschenkt oder versagt und wir können es nicht ändern. [...] Und wenn wir alle Geheimnisse des Universums
entdeckt und alle Wunder erklärt haben, bleibt die Liebe der letzte geheime Code, den wir nicht entziffern werden. Ich glaube,
Liebe ist ganz anders, Liebe ist viel mehr.“
(Reinhard Mey)
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